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Daimler Truck: Vor 70 Jahren hat Daimler-Benz den Unimog übernommen

Ende Oktober jährte sich der Jahrestag der Übernahme des Unimog durch Daimler-Benz zum 70. Mal – dieses Datum gilt somit als Geburtsstunde des heute wahrhaft legendären und bewährten Mercedes-Benz Unimog.

Nach einem damals großen Messeerfolg des für seine Zeit revolutionären Unimog wurde den Verantwortlichen der Maschinenfabrik Gebr. Boehringer in Göppingen, die damals den Unimog gebaut hat, klar, dass die übervollen Auftragsbücher nicht ohne große Investition zu bewältigen wären. Hinzu kam, dass die Motorlieferungen von Daimler-Benz, wegen des erhöhten Eigenbedarfs des beginnenden Wirtschaftswunders, nicht vollumfänglich garantiert waren. Die gefragten Motoren wollte Daimler wenn schon in seinen eigenen Fahrzeugen verbauen.

Dieselmotor OM 636 aus dem Mercedes-Benz-Pkw 170 D

Bei dem Motor handelte es sich um den für den Mercedes-Benz-Pkw 170 D entwickelten Diesel OM 636, der zuvor schon an Boehringer für den dort gebauten Unimog 70200 geliefert wurde. Die Leistung wurde für den Unimog von 38 PS auf 25 PS gedrosselt. Dieser Motor, der erste Diesel-Pkw-Motor nach dem Krieg, wurde von 1949 bis zum Jahr 1963 serienmäßig in Pkw verbaut und auch im Unimog.


An den Übernahmeverhandlungen nahmen zwei Vertreter von Daimler-Benz und die sechs Anteilseigner der Unimog-Entwicklungsgesellschaft Boehringer teil. Unter ihnen der Vater des Unimog, Albert Friedrich, und Rolf sowie Werner Boehringer als Vertreter der Herstellerfirma Gebr. Boehringer. Die Gespräche um die Übernahme des Unimog hatten im September 1950 begonnen. Daimler-Benz erklärte darin die Absicht, den Unimog mit allen Rechten und Pflichten übernehmen zu wollen. Die Verhandlungen waren am 27. Oktober 1950 abgeschlossen. Im Stuttgarter Automobilkonzern waren alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche technische Weiterentwicklung gegeben, zudem konnte ein weltweites Vertriebsnetz aufgebaut werden. Weit über 380 000 Unimog, die bis heute abgesetzt wurden, unterstreichen seinen Alleinstellungswert im internationalen Nutzfahrzeuggeschäft.    t

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