Im Blickpunkt

CSF MultiOne - Der neue Q Trak ist nicht einfach nur ein Radlader

Mit der neuen Radlader-Reihe will der italienische Hersteller mit Hauptsitz in Grumolo delle Abbadesse nahe Vicenza sein Angebot für die Bauwirtschaft nochmals erweitern. »Der Q Trak vereint die klassischen Radlader-Eigenschaften mit den multi­funktionalen Eigenschaften einer MultiOne-Maschine«, sagte Stefano Zanini, Technischer Direktor von MultiOne, im Gespräch mit dem bauMAGAZIN. Und Siegfried Peter, zusammen mit CSF-Gründer Giuseppe Carraro Geschäftsführer der deutschen Niederlassung, fügte hinzu: »Der Q Trak ist nicht einfach nur ein Radlader. Sondern bei seiner Entwicklung stand mit im Vordergrund, dass er eine ähnliche Multifunktionalität bietet wie unsere kompakten Maschinen.«


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Bilder: Michael Wulf


Vom Q Trak wird es künftig die vier Modelle 1200, 1500, 1800 und 2000 geben, die mit einem Gesamtgewicht von 1,9 t bis 3,4 t, einer Breite von 1,2 m bis 2 m und einer Motorleistung von 33 bis 85 PS dank der bei Multi­One üblichen Zusatzhydraulik (drei Pumpen) über außergewöhnliche Hubkräfte verfügen. So hat beispielsweise das Modell 1500 eine Hebekapazität von 2,5 t bei einer Höhe von 3,15 m, beim Modell 1800/2000 beträgt die Hebekapazität 3,3 t bei einer Höhe von 4 m. Ferner verfügt der Q Trak über einen Allrad-Antrieb und eine Krebsganglenkung. Damit erweitere MultiOne sein Produktportfolio vor allem für die Bauwirtschaft signifikant, so Peter, und sei so »bestens geeignet für klassische Erdarbeiten, aber auch für Arbeiten im Bau- und Straßengewerbe und in der Landwirtschaft«. Aufgrund der auch in Deutschland weiter steigenden Nachfrage nach Mini- und Midi-Radladern ist Peter davon überzeugt, dass die neue Q Trak-Reihe trotz des großen Wettbewerbs Erfolg haben wird. »Wir gehen davon aus«, sagte Stefano Zanini, »dass wir von dieser neuen Maschine in diesem Jahr um die 100 Einheiten absetzen können.« Im vergangenen Jahr hat MultiOne bei einem Exportanteil von 85 Prozent weltweit rund 1 800 Multifunktionsradlader ausgeliefert.


30 Prozent Steigerung ist das Ziel


Äußerst zufrieden ist Siegfried Peter auch mit der Geschäftsentwicklung in Deutschland seit der Gründung der Niederlassung in Nördlingen-Baldingen vor einem Jahr. »Wir haben 2011 rund 160 Multifunktionsradlader absetzen können«, sagte Peter, »und das bei einem geschätzten Gesamtmarkt von 600 Einheiten.« Damit habe man die gesetzten Ziele erreicht. »Die Zahlen stimmen, und das freut mich als Kaufmann.« Er verhehlte allerdings nicht, dass man auch Lehrgeld habe bezahlen müssen. »Aber jetzt sind wir ein Jahr weiter, ein Jahr weiser und auf einem guten Weg.« Deshalb ist er auch optimistisch, das für dieses Jahr gesteckte Ziel erreichen zu können. »Wir wollen unseren Marktanteil in Deutschland um 30 Prozent erhöhen«, kündigte Peter an.


Großes Interesse im Agrarbereich


Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Händlernetz. Dessen Aufbau liegt laut Peter ebenfalls im Plan. Die vor einem Jahr angestrebte Zahl von 35 Händlern habe man mittlerweile realisieren können, wobei vor allem der Süden und der Norden Deutschland gut abgedeckt seien. »Wir sind aber an weiteren Partnerschaften interessiert«, so Peter. Ziel sei es dabei immer, mit regionalen Händlern die regionalen Märkte zu bedienen. Ausgebaut habe man zudem in der deutschen Niederlassung auch den technischen Support und den Service.


Positiv überrascht war Peter im vergangenen Jahr vor allem über die »große Resonanz« aus dem landwirtschaftlichen Bereich. »Das Interesse an unseren Maschinen war wirklich enorm, vor allem nach der Agritechnica war die Nachfrage sehr groß.« Vor allem die aufgrund der zahlreichen Anbaugeräte – mittlerweile sind es mehr als 200, die MultiOne zu 90 Prozent selbst konstruiert und produziert – nahezu unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten haben die Interessenten erstaunt. »Ich denke, unsere Maschinen werden künftig vermehrt auch für klassische landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt werden«, sagte Peter. »Meiner Meinung nach wird das System MultiOne auf lange Sicht den klassischen Hoflader ablösen.« In diesem Zusammenhang wies er auch auf den zu Jahres­beginn neu präsentierten SL840P hin, der jetzt über zwei Geschwindigkeiten und über eine um 40 Prozent höhere Schubkapazität verfügt als das Vorgängermodell. Eine Klasse für sich sei zudem der GT 950, dessen Hebekapazität von 1 500 kg einzigartig sei in diesem Maschinen-Segment. »Angefangen von der kleinen M-Serie über die höchst erfolgreiche S600-Serie, die SL800-Serie bis hin zur GT900-Serie und dem neuen Q Trak verfügen wir jetzt über eine Produktpalette, mit der wir alle Zielgruppen perfekt bedienen können«, sagte Peter. Ausgebaut werden soll auch das Mietgeschäft. Wobei sich Peter gut vorstellen kann, künftig auch mit den großen, überregional tätigen Vermietern in Deutschland zusammenzuarbeiten. Da man MultiOne-Maschinen aufgrund ihrer Zusatz-Hydraulik mit den entsprechenden Anbaugeräten auch für schwere Arbeiten einsetzen könne, seien diese bestens geeignet für die Vermietung. »Für den Händler ist das Mietgeschäft der Schlüssel zum Erfolg«, sagte Peter. »Der Trend geht eindeutig in diese Richtung.«


 

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