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Continental: Kompaktraupenlader – weniger Vibrationen und Geräusche

Continental hat ein Fahrwerksystem für Kompaktraupenlader entwickelt, das sich durch eine Antriebskette mit Antriebsstollen aus Vollgummi von der ­herkömmlichen Technik für diese Spezialfahrzeuge abhebt.

Mit dem neuen Antriebssystem für Kompaktraupenlader will Continental die Arbeitsbedingungen für den Fahrer deutlich komfortabler gestalten. Die neuen Vollgummistollen sollen vor allem den Vibrations- und Geräuschpegel verringern, was zu weniger Ermüdung und einer höheren Aufmerksamkeit im Betrieb führt – und damit für mehr Sicherheit und Effizienz am Arbeitsplatz sorgt. Zudem lässt der neue Antrieb aufgrund der Vibrationsreduzierung auch eine höhere Fahrgeschwindigkeit zu.

Gummikette statt Metall-auf-Metall-Antrieb

Die Verwendung von Antriebsketten sorgt dafür, dass Kompaktraupenlader im weichen Boden nicht einsinken und eine ­gute Traktion bei unterschied­lichen Bodenverhältnissen gewährleistet ist. Übliche Antriebssysteme verfügen über zwei ­Antriebsketten, die als Endlosbänder auf eine am Fahrwerk montierte Kettenaufhängung gespannt werden. Dieser Metall-auf-Metall-Kettenantrieb kann jedoch durch die entstehenden Vibrationen zu einer erheblichen Geräuschentwicklung und zu einer unruhigen Fahrt für den Bediener führen. Auch ein vorzeitiger Verschleiß aufgrund hoher lokaler Beanspruchung resultiere daraus, wie Continental informiert. Das neue Fahrwerksystem nutzt für die Antriebskette Antriebsstollen aus Vollgummi, die im Vergleich zum Metall-auf-Metall-Kettenantrieb mit gummierten Metallrippen eine optimierte Lastverteilung erreichen und somit eine vibrations- und geräuscharme Bedienung ermöglichen sollen. Aufgrund der vollständig gummierten Antriebsstollen soll zudem eine längere Lebensdauer des gesamten Systems erreicht werden. Bei konventionellen Fahrwerken führt ein integriertes Metallelement im Antriebsstollen zu einem schnelleren Verschleiß an den Antriebsrädern durch lokale Lastspitzen.


Bis zu 7 dB weniger Vibration

Für die Entwicklung des Fahrwerks für Kompaktraupenlader hat Continental umfangreiche Tests durchgeführt. Unter anderem wurde ein Mikrofon in der Fahrerkabine eines aktuellen Serienmodells installiert, um die Geräusch- und Vibrationswerte aufzuzeichnen. Bei nahezu jeder ausgewerteten Frequenz sorgt das neue Fahrwerksystem für einen geringeren Vibrationspegel am Fahrersitz und Handlauf von bis zu 7 dB. Die Daten zeigten außerdem einen bis zu 5 dB niedrigeren Geräuschpegel, was bedeutet, dass die Schallintensität um die Hälfte reduziert werden konnte.    §

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