Straßenbau – Tiefbau

Beim Ausbau der B 2 überzeugt

Die B 2 ist eine der ältesten Bundesstraßen und durchquert Deutschland rund 845 km in Nord-Süd-Richtung. Südlich von Nürnberg bildet sie eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Nürnberg und Augsburg. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens wird derzeit im Bereich Roth ein weiteres Teilstück auf 3,6 km Länge vierspurig ausgebaut. Da dieses Teilstück auf einer neuen Trasse verläuft, sind neben dem Neubau einer Brücke auch ca. 275 000 m³ Aushub zu bewegen. Seit Baubeginn im April wurden 10 ha Wald gerodet und 61 000 m³ Oberboden abgetragen. Die Fertigstellung des Teilstückes ist für kommendes Jahr geplant. Von den 275 000 m³ Aushub wird ein Teil des Bodens verbessert und wieder eingebaut, der Rest wird abgefahren. Bereits nach kurzer Zeit stellte man fest, dass aufgrund eines hohen Sandanteils im Boden, in Verbindung mit heftigen Regenfällen, die den Boden stark aufgeweicht hatten, die Bodenbeschaffenheit einen Transport des Aushubs mit Baustellen-Lkw nicht zuließ. Daher machte man sich bei Tannhauser + Ulbricht auf die Suche nach einem Unternehmen, das kurzfristig vier knickgelenkte Muldenkipper und einen 50-t-Bagger als Langzeit-Mietmaschinen zur Verfügung stellen konnte.


Rühle Maschinenpark stellte die fünf Großmaschinen innerhalb von zehn Tagen bereit. Dazu Geschäftsführer Achim Rühle: „Natürlich hatten wir auch keine vier Muldenkipper zur freien Verfügung auf dem Hof stehen, doch als Doosan-Händler konnten wir auf Maschinen aus dem Doosan-Mietpark zurückgreifen und so die Anforderung unseres Kunden erfüllen.« So wurde beispielsweise der DX490LC-3 direkt von der diesjährigen Bauma auf die Baustelle geliefert. Im Doosan-Maschinenpark steht ­eine Reihe von Maschinen den Händlern zur Miete zur Verfügung. So können sie auch ohne hohe Investitionen jederzeit auf Kundenanfragen, auch zu Maschinen die sie nicht selber im Mietpark haben, reagieren.


Die Maschinen von Doosan sind bei den Fahrern sehr beliebt. Mit den schwierigen Bodenverhältnissen kommen sie problemlos zurecht und liefern eine hervorragende Performance. Im Schnitt sind die Doosan Maschinen täglich etwa neun Stunden im Einsatz und Bernhard Raab, Oberbauleiter, sowie der vor Ort zuständige Polier Michael Taglieber von Thannhauser + Ulbricht sind mit den Doosan-Maschinen sehr zufrieden: »Die Geräte laufen hier auch unter anspruchsvollen Bedingungen vor Ort ohne Probleme. Die einzigen Standzeiten, die die Maschinen haben, sind für die planmäßigen Wartungsarbeiten. Das haben wir mit Maschinen anderer Hersteller auch schon anders erlebt.« Die Wartungsarbeiten an den Maschinen werden ebenfalls von Rühle Maschinenpark durchgeführt.Die Technik


Der knickgelenkte Doosan-Muldenkipper DA30 bietet eine Nutzlast von 28 t. Er wird von einem 5-Zylinder-Dieselmotor DC9 (Scania) mit einer Bruttoleistung von 276 kW (375 PS) angetrieben, der die Abgasnorm der Stufe IIIB erfüllt. Sein Bruttodrehmoment (1 873 Nm bei 1 300 min⁻¹) verspricht einen hervorragenden Kraftschluss, der für den Einsatz unter solch schwierigen Bedingungen erforderlich ist. Zudem soll er bei einer Spitzengeschwindigkeit von 58 km/h einen in der Klasse wegweisenden Kraftstoffverbrauch erzielen. Auch das neue ZF-Getriebe mit acht Vorwärts- und vier Rückwärtsgängen soll zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs beitragen. Der permanente 6-Rad-Antrieb des DA30 sorgt in Verbindung mit der frei pendelnden Tandem-Hinterachse dafür, dass bei allen sechs Rädern der kontinuierliche Bodenkontakt gewährleistet ist. Dadurch kann die Maschine auf sehr unwegsamem und weichem Gelände gleichermaßen gut eingesetzt werden.


Bei dem neuen 50-t-Kettenbagger DX490LC-3 hat sich Doosan für den Isuzu AL-6WG1X Common-Rail-6-Zylinder-Turboladermotor mit variabler Turbinengeometrie, EGR (Abgasrückführung) und DPF (Dieselrußpartikelfilter) entschieden, der die Abgasnorm der Stufe IIIB erfüllt. Er leistet 290 kW (394 PS) bei 1 800 min⁻¹ bei einem nach Doosan-Angaben besonders geringen Kraftstoffverbrauch. Dank der neuen Hydraulikpumpen und -ventile konnte bei den Ausbrechkräften eine Steigerung von 3 % bis 6 % im Vergleich zu dem Vorgängermodell realisiert werden. Er benötigt in Verbindung mit dem montierten 3,7-m³-Lehnhoff-Löffel vier bis fünf Ladespiele um den DA30 voll zu beladen.

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