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25 Jahre Tobroco-Giant – vom Gülleinjektor zum Radlader

Im Jahr 2021 kann Tobroco-Giant sein 25-jähriges Unternehmensjubiläum feiern. Was 1996 im niederländischen Haaren mit Einzäunungen und Gülle­injektoren begann, ist durch die beständige Entwicklung der Giant-Maschinen heute zu einem international agierenden Unternehmen mit drei eigenen Niederlassungen geworden. Auch für die kommenden Jahre streben die Niederländer ein deutliches Wachstum an, um bereits 2025 eine Gesamtproduktion von 9 500 Maschinen zu erreichen.

Im Jahr 1996 gründete Toine Brock unter dem Namen Tobroco (Toine Brock Construction) sein auf die Entwicklung landwirtschaftlicher Gülle­injektoren ausgerichtetes Unternehmen. Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche Anfang des Jahres 2001 brachte die Produktion jedoch unvermittelt zum Stillstand. Brock fand mit seinen Mitarbeitern schnell eine Lösung für das wirtschaftliche Problem: Dank des landwirtschaftlichen Hintergrundes wusste man, dass viele Betriebe von einem multifunktionalen Werkzeugträger profitieren könnten, um schwere Arbeiten leichter und effizienter zu erledigen. Damit war die Idee des Giant-Radladers geboren.

»Der Name Giant ist die Abkürzung für ›Gigantic Ant‹ und spielt auf die Ameisen und ihre einzigartige Fähigkeit an, das bis zu 50-Fache ihres Eigengewichts zu heben und zu bewegen. Dieses Merkmal findet sich bei allen Giant-Maschinen, die dafür bekannt sind, sehr große Lasten im Verhältnis zum eigenen Arbeitsgewicht zu heben«, betont Brock.

Schnelles Wachstum im Ausland

Nach 13 Jahren fertigte Tobroco-Giant 2014 schon die 10 000. Maschine. Die Marke von 20 000 konnte Ende 2018 erreicht werden. Die 25 000. Maschine folgte 2020. Diese Meilensteine werden vor allem auf das schnelle Wachstum im Ausland zurückgeführt. Frans van Asseldonk, Leiter Vertrieb und Marketing: »Die Zahl der Länder, in denen Giant-Maschinen verkauft werden, ist auf 62 gestiegen. Dort arbeitet Tobroco-Giant mit insgesamt mehr als 750 Händlern zusammen.« Ein wichtiger Schritt sei die Eröffnung einer eigenen Verkaufs- und Service-Niederlassung in Amerika im Jahr 2016 gewesen.


Oisterwijk wird Standort

Das Interesse an den Maschinen legte weiter zu, beispielsweise im Hochbau, Straßenbau oder GaLaBau. Im Jahr 2003 wurden die Produktionsbedingungen in Haaren zunehmend schwieriger, Tobroco expandierte in das Industriegebiet von Oisterwijk. Im Jahr 2009 begann der Bau einer neuen Fertigung auf zwei Stockwerken und einer Gesamtfläche von 20 000 m2 – rechtzeitig zur Aufnahme der Teleskop­lader ins Programm. Die Verkaufszahlen stiegen von rund 750 Maschinen im Jahr 2009 auf fast 1 500 Einheiten im Jahr 2013. In diesem Jahr folgte auch die Errichtung einer Fabrik in Ungarn.

Beständiger Ausbau

Tobroco-Giant hat seit 2018 rund 18 Mio. Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten, ein Hochregallager und den Aufbau neuer Fertigungsstraßen investiert. Die gesamte Produktionsfläche wurde auf 30 000 m2 erweitert. Der Bau einer weiteren neuen Halle wurde gerade in Angriff genommen. »Hier wird künftig auf 6 000 m2 Fläche die Montage der Rahmen stattfinden. Für 2022 ist der Bau einer weiteren Lagerhalle mit 2 500 m2 geplant«, kündigt Toine Brock an. Noch 2021 soll ebenso ein multifunktionales Gebäude eröffnet werden, das als Showroom und Erlebniszentrum dienen, künftig aber auch die Abteilung für Sonderkonstruktion, die Entwicklungsabteilung und das Schulungszentrum beinhalten soll. Und rund 10 km von der derzeitigen ungarischen Fabrik entfernt entsteht in Füzesabony bis 2022 eine neue Fertigungshalle inklusive Büros mit einer Gesamtfläche von 8 000 m2.

In Oisterwijk ist Tobroco-Giant heute zum größten Arbeitgeber mit bis Ende 2021 angestrebten 420 Angestellten aus 15 Ländern aufgestiegen. In Ungarn hat das Unternehmen 2013 mit 40 Mitarbeitern begonnen, momentan arbeiten dort 100 Mitarbeiter.

Fortwährende Innovation

Tobroco-Giant bietet derzeit 30 Modelle mit 750 kg bis 6 000 kg und 20 PS bis 76 PS an. Bei den Anbaugeräten stehen gar mehr als 200 Produkte zur Wahl. »Die Anzahl der verschiedenen Typen wird sich künftig mit der Einführung von weiteren Modellen deutlich erhöhen. Zusätzlich wird das Angebot an elektrisch angetriebenen Modellen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut, um den Kunden sowohl die Diesel-Variante wie auch die elektrische Alternative des gleichen Modells anbieten zu können«, unterstreicht Brock.

Bereits aktuell wird das Sortiment durch den G2300 (X-TRA) HD erweitert. Die Neuheit verfügt über einen Kubota-4-Zylinder-Motor mit 1 500 cm3 und hohem Drehmoment. Der hydrostatische Vierradantrieb mit Differenzialsperre und 8-t-Planetenachsen (HD-Version) verleihen der Maschine eine Zugkraft von 23 000 N. Der G2300 HD hat ein Einsatzgewicht von 2,3 t und eine Kipplast von 1,595 t. Die Variante G2300 X-TRA HD verfügt über ein Einsatzgewicht von 2,35 t und bringt es auf eine Kipplast von 2,26 t.

Ebenso will das Unternehmen 2021 fünf neue Tele-Modelle einführen. Derzeit besteht die Serie aus einer Tele-Variante des kleinsten Modells (D204SW Tele) und denen der beiden größten Modelle (G3500 Tele und G5000 Tele). In Bälde kommen G1500 Tele, G2200 Tele, G2300 Tele, G2500 Tele und G2700 Tele hinzu.

Die elektrische Reihe um den G2200 E (X-TRA) wird durch den 2,5-Tonner G2500E (X-TRA) ergänzt. Die Maschinen lassen sich auf einem Anhänger transportieren. Im Jahr 2020 fiel bereits der Startschuss für die Konzeption von Maschinen in der Klasse von 1,5 t bis 3,5 t. Für die Entwicklung der elektrisch angetriebenen Maschinen setzt Tobroco-Giant auf eine Partnerschaft mit Jung­heinrich.     t

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